Krankenversicherung bei ausländischen Promovierenden

Vorsicht bei der Wahl der Krankenversicherung für ausländische Studierende!

 

Zunächst gelten natürlich die allgemeinen Ausführungen auf unserer Website zur Krankenversicherung: Link

In einem konkreten Fall einer Promovierenden aus dem EU-Ausland kam es allerdings zu unvorhersehbaren Schwierigkeiten.

 

Fallschliderung: Die Promovierende und Leuphana-Stipendiatin hat die Promotion im Alter von 25 Jahren begonnen und zu diesem Zeitpunkt ihren Wohnsitz in Deutschland angemeldet. Sie war bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres in der Familienversicherung über ihre Eltern im EU-Ausland gesetzlich krankenversichert. Mit dem 27. Geburtstag ging der Ärger los: Eine Familienversicherung war nun nicht mehr möglich und sie wechselte vorübergehend in eine private Krankenversicherung ihres Herkunftslandes. Bei dem Versuch eine geringfügigen Beschäftigung in Deutschland anzunehmen zeigte sich aber, dass diese polnische private Versicherung nicht anerkannt wird und es musste eine deutsche Versicherung her!

Laut unserem oben verlinkten Artikel hatte sie nun die Wahl sich entweder privat oder freiwillig gesetzlich zu versichern. Bei dem Versuch eine Krankenversicherung abzuschließen ergaben sich jedoch einige Probleme, da seit dem 01.01.2009 eine generelle Pflicht zur Krankenversicherung besteht. Jede/r, der eine neue Versicherung abschließen möchte, muss nun nachweisen, dass er oder sie zuvor kontinuierlich krankenversichert war und somit dieser relativ neuen Pflicht nachgekommen ist. Hierfür wird das EU-Formblatt E 104 zum Nachweis der Vorversicherung verwendet.

GKV: Die Anfrage bei verschiedenen gesetzlichen Krankenversicherern hat ergeben, dass die polnische private Vorversicherung, die seit dem 27. Geburtstag besteht nicht anerkannt wird. Der Beitrag liegt mit den üblichen ~230 EUR monatlich relativ hoch und hinzu kommen so genannte Prämienzuschläge ugs. Strafbeiträge, für die Monate in denen keine oder nur eine nicht anerkannte Versicherung bestand. In diesem Fall 7 Monate á ~230 EUR zusätzlich.

PKV: Die Aussage der günstigeren verschiedenen privaten Krankenversicherer war im wesentlichen ähnlich, nur dass diese laut internen Richtlinien die ausländische Vorversicherungen nicht anerkennen - also auch nicht die gesetzliche Vorversicherung in der Familienversicherung. Hier kommen zu den an sich günstigeren Beiträgen nun ebenfalls Prämienzuschläge aka. Strafbeiträge für rund 2 Jahre seit Meldung des Wohnsitzes in Deutschland.

Lösung: Wir haben eine einizige private Krankenversicherung gefunden, die eine Lösung anbieten kann. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Krankenversicherungsangebot mit dem Umfang einer Krankenvollversicherung für ausländische Studierende, die sich nur vorübergehend (max. 60 Monate) in Deutschland aufhalten.

Bei Fragen zu ähnlichen Fällen wendet euch gerne an Daniel Goerke unter daniel(at)fgv-promotion.de.